Die schönste Herbstdeko kostet nichts und liegt direkt vor der Haustür. Kastanien, Hagebutten, bunte Blätter oder die letzten Hortensienblüten aus dem Garten bringen mehr Wärme in einen Raum als jeder gekaufte Kunstkürbis. Der Haken: Naturmaterial verändert sich. Mit ein paar Kniffen halten die Fundstücke aber deutlich länger und sehen auch nach Wochen noch gut aus.
Kastanien und Eicheln
Frisch gesammelte Kastanien glänzen wunderbar, verlieren diesen Glanz aber innerhalb weniger Tage und schrumpfen beim Trocknen. Wer sie länger in einer Schale zeigen möchte, lässt sie zunächst einige Tage luftig auf Zeitungspapier liegen und besprüht sie anschließend mit farblosem Klarlack. Der Lack konserviert den warmen Braunton.
Eicheln mit Hütchen sind ein schönes Detail für Tischdeko. Die Hütchen fallen beim Trocknen gerne ab, ein Tropfen Bastelkleber hält sie an Ort und Stelle. Sammeln Sie nur Früchte, die unversehrt sind und keine Löcher haben, sonst wohnt womöglich noch jemand darin.
Hagebutten, Beeren und Zweige
Hagebutten sind ideale Deko, weil sie auch getrocknet ihre rote Farbe lange behalten. Schneiden Sie ganze Zweige und stellen Sie sie ohne Wasser in eine Vase oder legen Sie sie in einen Kranz. Nach und nach werden die Früchte etwas runzelig, das wirkt aber eher natürlich als welk. Ähnlich gut halten sich Zweige vom Pfaffenhütchen und von Zierapfelbäumen. Achtung: Pfaffenhütchen ist giftig und gehört nicht in Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren.
Zierkürbisse, die nicht faulen
Zierkürbisse halten sich wochenlang, wenn man sie richtig behandelt. Wischen Sie die Schale mit etwas Essigwasser ab, damit Keime auf der Oberfläche keine Chance haben, und lassen Sie sie gut trocknen. Wichtig ist, dass der Stiel dranbleibt, denn eine Wunde an dieser Stelle ist der häufigste Grund für Fäulnis. Stellen Sie Kürbisse nicht direkt auf Heizkörper oder in pralle Sonne, und kontrollieren Sie die Unterseite ab und zu auf weiche Stellen. Nicht vergessen: Zierkürbisse sind nicht essbar und gehören nicht in die Suppe.
Blätter und Hortensien trocknen
Buntes Laub lässt sich klassisch pressen: zwischen Zeitungspapier oder Löschpapier legen und einige Tage mit schweren Büchern beschweren. Die Farben bleiben so überraschend gut erhalten. Gepresste Blätter eignen sich für Fensterbilder, Tischkarten oder als Bilderrahmen-Füllung.
Hortensien trocknen am schönsten, wenn die Blüten am Strauch bereits leicht papierartig werden. Schneiden Sie sie mit einem langen Stiel ab und stellen Sie sie in eine Vase mit nur wenig Wasser. Das Wasser verdunstet langsam, und die Blüten trocknen dabei ein, ohne ihre Form zu verlieren.
Beim Arrangieren gilt: lieber wenige Materialien in einer Farbfamilie kombinieren als alles gleichzeitig. Ein Holztablett mit Kastanien, zwei Hagebuttenzweigen und einem kleinen Kürbis wirkt ruhiger und hochwertiger als ein voll beladener Tisch. Ungerade Stückzahlen sehen dabei fast immer natürlicher aus als gerade.